Forschungsergebnisse in die Gesellschaft tragen - Wissenschaftskommunikation stärken

Mein Besuch im Münchner Helmholtz Zentrum

22.12.21 –

Kürzlich war ich zu Gast im Münchner Helmholtz Zentrum, dem Deutschen Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. In Neuherberg, im Münchner Norden, werden schwerpunktmäßig sogenannte Volkskrankheiten im Kontext von Umweltfaktoren, Lebensstil und individueller genetischer Disposition erforscht und neue Ansätze für Prävention, Diagnose und Therapie entwickelt.

In einer interessanten und produktiven Gesprächsrunde mit dem wissenschaftlichen Geschäftsführer Professor Dr. med. Matthias Tschöp, der Direktorin des Instituts für Epidemiologie Professorin Dr. Annette Peters und Anna Seidinger, Head of Public Affairs beim Helmholtz Zentrum, habe ich viel über die Aufgaben, Organisationsstruktur und die Arbeit dieses Forschungszentrums erfahren, und wir konnten Ideen für gemeinsame politische Ansätze in der Zukunft sammeln. 

Im Zuge der Covid-19 Pandemie ist deutlich geworden, wie wichtig Forschung im Interaktionsbereich zwischen Gesundheit und Umwelt ist. Jedoch stoßen die Forscher*innen dabei – nicht nur am Helmholtz Zentrum – manchmal an ihre Grenzen. So wünscht man sich eine bayernweite Vernetzung der verschiedenen Forschungsstandorte und einen stetigen Austausch über die jeweiligen Forschungsansätze. Eine weitere Herausforderung liegt in der Wissenschaftskommunikation im Sinne einer Vermittlung wissenschaftlicher Fragestellungen und Erkenntnisse an die Öffentlichkeit. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist erkennbar darum bemüht. Dies muss nicht nur von den Forschungszentren vorangetrieben, sondern auch von der Politik in den Vordergrund gerückt werden.
Alle am Gespräch Beteiligten zeigten sich überzeugt: Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung, besonders im Bereich der Mensch-Umweltbeziehungen, müssen allen Bürger*innen zugänglich gemacht und nahe gebracht werden. Dabei ist es nicht immer leicht, komplizierte Sachverhalte einfach und für breite Bevölkerungsschichten verständlich darzustellen. Es ist wichtig, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. So hatte das Helmholtz-Zentrum erst kürzlich Herrn Dr. Eckart von Hirschhausen für eine sehr eindrucksvolle Präsentation gewinnen können.

Wissenschaftskommunikation kann wesentlich dazu beitragen, Desinformationen vorzubeugen, sowohl in der Pandemie als auch im Hinblick auf die Klimakrise. Politik kann in diesem Bereich viel bewirken. Wir Grüne leisten dazu unseren Beitrag.

Siehe dazu auch mein aktuelles Antragspaket zur außeruniversitären Forschung.

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