Radverkehr in Bayern stärken: Grünes Radgesetz

Dringender Handlungsbedarf auch im Landkreis Starnberg

19.11.21 –

Wir Grüne wollen das Fahrrad in Stadt und Land zum beliebtesten, aber auch sicheren Verkehrsmittel machen. Derzeit sind wir im Landkreis Starnberg weit davon entfernt, das 2013 gesteckte Ziel von einem Radverkehrsanteil von 20% zu erreichen. Der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr hat seither sogar abgenommen! Es braucht dringend Maßnahmen, diesem Trend entgegenzusteuern. Ein Ausbau von Straßen wie der ehemaligen Kreisstraße beim Forstgut Mamhofen zur Starnberger Westumfahrung ohne Konzept für den Radverkehr darf nicht wieder passieren. Die Kappung des sehr wichtigen Fuß- und Radweges zwischen Starnberg-Hanfeld und Hochstadt-Weßling besteht bis heute fort und bleibe ungelöst. Hier fordere ich endlich eine Wiederherstellung der alten Radverbindung. Aber: Damit das Fahrrad auch im Alltag ein sicheres und beliebtes Verkehrsmittel wird, brauchen wir nicht nur viel mehr gute Radwege zwischen den Kommunen – und auch innerorts, sondern außerdem auch mehr Abstellmöglichkeiten, vorzugsweise wetter- und diebstahlgeschützt.

Wir Landtagsgrünen wollen deshalb die Einführung eines umfassenden Radgesetzes erreichen. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung der Fahrradmobilität in Bayern für mehr Klimaschutz und Verkehrssicherheit“, den unser Sprecher für Mobilität, Markus Büchler, erarbeitet hat, wird am Dienstag, 23. November 2021, ab ca. 16.00 Uhr in der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags diskutiert.   

Ziel des grünen Radgesetzes: Deutlich mehr Menschen als bisher sollen das Fahrrad als Verkehrsmittel ihrer Wahl in ganz Bayern nutzen – und dafür schafft das grüne Radgesetz die Grundlagen. Denn das Fahrrad ist das günstige, in Städten oft auch das schnellste Verkehrsmittel. Ganz bestimmt ist es aber das klimafreundlichste Verkehrsmittel. Aber: Oftmals wird das Radfahren als zu gefährlich erachtet, die Radinfrastruktur reicht nicht aus.  

Die wichtigsten Punkte:   

  • Radschnellwege für wichtige Pendelstrecken sollen künftig durch den Freistaat geplant und gebaut werden  
  • Freistaat und Kommunen sollen für ausreichende Fahrradabstellmöglichkeiten und eine bessere ÖPNV-Mitnahme sorgen  
  • Radwege sollen gleichberechtigt mit Straßen geplant werden: Nur wenn das Radwegenetz durchweg sicher, komfortabel und unterbrechungsfrei ist, wird das Fahrrad zu einer echten Alternative zum Auto   
  • „Vision Zero“: Abbiegeassistenten für Fahrzeuge des Freistaats sollen Verkehrstote und Schwerverletzte verhindern  

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