Waldlehrpfade

Waldpädagogische Angebote ausbauen

17.06.21

Der Freitzeitdruck auf Bayerns Wälder ist in den vergangenen Jahren - nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie - enorm gestiegen. Die Bedeutung des Waldes als Erholungs- und Freizeitraum, aber auch seine Relevanz für den Klimaschutz sind immens. Gleichzeitig sinkt jedoch das Wissen über Tier- und Pflanzenwelt. Nur noch wenige Kinder - und nicht viel mehr Erwachsenen - kennen noch die heimischen Vogelarten - wie eine aktuelle Umfrage des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) gerade erst ergab. Das Wissen um die verschiedenen Baumarten geht zunehmend verloren. 

Eine hervorragende Möglichkeit, Kindern die Bedeutung unserer heimischen Wälder, Flora und Fauna auf spielerische Weise nahezubringen, sind Waldlehrpfade. Mit Aktionsstationen, Schautafeln und Spielmöglichkeiten kann viel Wissen über Flora und Fauna vermittelt werden und Kinder für den Wald und seine Bedeutung sensibilisiert werden. Nicht nur für Familien, sondern auch für KiTas und Schulen sind Waldlehrpfade spannende Attraktionen.

Doch oftmals ist der Weg zum nächstgelegenen Waldlehrpfad weit, bestehende Pfade sind in schlechtem Zustand und verrotten und neue werden nicht angelegt. Ich habe deshalb in einer kleinen Anfrage nachgehakt und nachgefragt,  ob es im Bereich der Waldpädagogik Planungen für die Neuanlage von Waldlehrpfaden in der Region München gibt, wie hoch die Kosten für die Anlage, Kontrolle und Erhalt solcher Lehrpfade bayernweit sind und welche Fördermittel Kommunen für die Instandsetzung beantragen können.

Die Antwort auf meine Frage war ernüchternd. Sie offenbart totales Desinteresse der Staatsregierung für das Thema: es gibt keine Förderprogramme für Kommunen, keine Planungen für Neuanlagen und auch keine Klarheit über die Kosten. Man überlässt das Thema allein der Initative Privater und den Kommunen.

Das darf nicht sein. Denn wir sollten waldpädagogische Angebote ausbauen, finanzielle Mittel für den Erhalt und die Instandsetzung zur Verfügung stellen und neue Anlagen planen und Waldlehrpade zu Lern- und Spielorten für unsere Kinder machen. Deshalb hat mein Kollege Christian Hierneis nun einen Antrag gestellt.

Anfrage hier, Antrag hier.